Diätlüge genauer betrachtet

 

Die große Diätlüge
Wenn Sie wirklich abnehmen wollen, sollten Sie jeder Diätlüge schnell entfliegen.

Nachfolgend sollen viele Unwahrheiten bzw. auch Lügen zum Thema Abnehmen etwas genauer und kritisch betrachtet werden. Dabei wird natürlich kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben, denn die Liste der sog. Diätlügen ist inzwischen fast endlos lang.

Um etwas Ordnung in diese Betrachtung zu bringen, empfiehlt es sich das Thema in Untergruppen einzuteilen. Grundsätzlich können Falschaussagen zum Abnehmen in 3 Gruppen eingeteilt werden. Zum ersten betrifft das die Menge der zugeführten Nahrungsmittel sowie die Häufigkeit der Mahlzeiten.

Zweitens werden Qualität und besonders Zusammensetzung der einzelnen Mahlzeiten oft völlig falsch beurteilt und drittens sollen spezielle Verhaltensweisen aber auch medizinische und paramedizinische Behandlungen hinterfragt werden.

Um a priori allen Gerüchten vorzubeugen, wird klar festgestellt, dass gesundes Abnehmen immer eine Funktion aus vernünftiger Kalorienzufuhr, regelmäßigem Kalorienverbrauch durch körperliche Betätigung und natürlich auch Qualität der Nahrungsmittel darstellt. Dabei existieren jedoch zum Teil erhebliche individuelle Unterschiede und machen auf jeden Fall ein auf die entsprechende Person maßgeschneidertes Programm zur Gewichtsreduktion sinnvoll.

1. Diätlügen auf Basis falscher Mengen- und Zeitangaben

Es mag zwar auf den ersten Blick logisch erscheinen, dass es durch eine Kalorienreduktion auch zu einer Gewichtsabnahme kommen wird, doch wird diese mathematische Logik in dem Moment bröckelig, da menschliche Faktoren wie Geschmack, Vorlieben, Ernährungsgebote aber  auch individuelle Verträglichkeit und unterschiedliche  Verstoffwechselung in Betracht gezogen werden müssen. Ein rein mechanistisches Weltbild, das weniger Kalorien mit weniger Fettgewebe gleichsetzt, läßt sich einfach nicht uneingeschränkt auf Menschen übertragen. Würde eine reine Kalorienreduktion zu einem Erfolg führen, wären wir alle rank und schlank, denn fast alle Diätvorschläge beruhen auf diesem Prinzip.

Diätlüge FdH

FdH - also von allem nur noch die Hälfte essen - kann geradezu als Idealbeispiel eines Abnehmparadoxon bezeichnet werden. Auf den ersten Blick so logisch wie keine andere Diät, hat FdH in der Praxis jedoch völlig versagt. Die Gründe dafür sind eigentlich ganz einfach:

  • bei FdH kommt es nicht zu einer generellen Ernährungsumstellung, sondern es wird nur noch 50% der bisherigen aber falschen Ernährung konsumiert
  • war die bisherige Ernährung bereits arm an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen, so werden durch FdH 50% weniger dieser lebenswichtigen Mikronährstoffe, die auch unseren Stoffwechsel beeinflussen, konsumiert
  • in Summe werden sich nach kurzfristigen Anfangserfolgen in Form einer Entwässerung sehr bald Stoffwechselprobleme sowie fast unkontrollierbare Hungerattacken einstellen
  • FdH ist somit der beste Wegbereiter des gefürchteten Jo-Jo-Effekts und lässt Kilos nach oben schnellen

Diätlüge viele kleine Mahlzeiten

Die Empfehlung, die tägliche Nahrungsmenge auf viele kleine Mahlzeiten zu verteilen und damit die Gewichtsreduktion anzuregen, ist absurd und falsch. Im Gegenteil es kann dadurch sogar zur Gewichtszunahme kommen, denn durch das häufigere Essen wird auch Insulin häufiger ausgeschüttet. Das hat einerseits zur Folge, dass das Hungergefühl stärker wird und die zugeführten Kalorien mit Hilfe des Insulins direkt in Fettgewebe umgewandelt werden können.

Ernährungsfehler Dinner Cancelling

Dinner Cancelling oder ganz einfach das Weglassen des Abendessens wird meist völlig falsch bewertet und kann daher ebenfalls als Diätlüge bezeichnet werden. Zwar gibt es einzelnen Personengruppen, die mit dieser Ernährungsweise Gewicht abnehmen könnten, doch sollten folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • das Frühstück sollte zwischen 3 Uhr und spätestens 4 Uhr morgens eingenommen werden
  • das Mittagessen als Hauptmahlzeit zwischen 11 Uhr und 12 Uhr mittags
  • die ideale Tageszeit für die Nachtruhe liegt somit bei 20 Uhr oder spätestens bei 21 Uhr

Dieser Tagesrhythmus findet sich mit Ausnahme eines Klosterlebens jedoch heute extrem selten. Für die meisten von uns ist gerade der Abend die einzige Tageszeit, die uns etwas Ruhe, Entspannung und Muße ermöglicht. Durch das Dinner Cancelling muß die Hauptmahlzeit auf die hektische und kurze Mittagszeit verschoben werden. Jede schnelle und unter Zeitdruck eingenommene Mahlzeit führt ganz automatisch zu einer überschießenden Stoffwechselreaktion, die jede Gewichtsabnahme massiv blockieren kann. Dass in weiterer Folge ein nächtliches Hungergefühl dazukommt, stresst uns noch viel mehr.
Nein, nicht die Tageszeit der Nahrungsaufnahme ist entscheidend für unsere Gesundheit, sondern die Lebensumstände, die unser Essen begleiten. So machen es uns Griechen und Spanier schon längst vor, dass sogar nächtliche Mahlzeiten durchaus möglich und nicht ungesund sind. Entscheidend ist die gesamte Kalorienmenge der Nahrungszufuhr, die Qualität der Nahrungsmittel und die Freude am Genuss.

Gedankenfehler Heilfasten

Heilfasten ist seit alters her eine Methode, die gerade in der Naturheilkunde zur Gesundheitsvorsorge eingesetzt werden kann. Dem soll auch nicht widersprochen werden. Zur Gewichtsreduktion eignet es sich aber nur äußerst eingeschränkt. Wenn nämlich das Fasten nur dazu dient, dem Körper für einige Zeit - meist 1 bis 2 Wochen - fast sämtliche Kalorien zu versagen, so wird er in eine Art Notprogramm umschalten, um nach Beendigung der Fastenzeit entsprechende Fettreserven für möglicherweise wieder kommende Wochen der Entbehrung anzulegen. Mit gesundem Abnehmen hat das nichts zu tun.

2. Diätlügen über Nahrungsmittel

Es existieren zahlreiche Falschaussage über Nahrungsmittel bzw. deren Wirkung auf das Abnehmen. Immer wieder wird z.B. versucht, bestimmten Nahrungsmitteln eine Gewichts reduzierende Wirkung zuzusprechen. Leider haben sich diese Versuche jedoch als völlig sinnlos herausgestellt - im Gegenteil es kann durch einen falschen Konsum sogar zu Gewichtszunahmen bzw. gesundheitlichen Schäden kommen.

Diätlüge Fett macht fett

Natürlich kann zu fettes Essen dick machen, doch ist dafür nicht Fett allein, sondern meist die Kombination mit Kohlenhydraten verantwortlich. Die blosse Fettreduktion wie z.B. in Light-Produkten bringt gar nichts außer weniger Geschmack und Hunger nach mehr. Abgesehen davon haben besonders hochwertige Fette wie jenes aus kaltgepressten Ölen oder Omega-Fettsäuren aus Fisch eine schützende Wirkung auf unsere Körperzellen. Plakativ zusammengefasst macht eine fettarme Ernährung krank, alt und dick.

Diätlüge Ananas

Weder die Ananas selbst noch die aus ihr gewonnenen Enzyme haben irgendeinen Eifluss auf dien Fettabbau. Spätestens im Magen werden diese nämlich von der Magensäure komplett inaktiviert. Ananas ist ein wunderbares relativ kalorienarmes Obst und kann im Rahmen einer Ernährungsumstellung in vernünftigen Mengen gegessen werden. Wunder kann sie aber keine vollbringen.

Diätlüge Low Carb

In den letzten Jahren hat es sich zunehmend durchsetzt zur Gewichtsreduktion auf Kohlenhydrate weitgehend oder sogar gänzlich zu verzichten. Kalorien werden dann nur noch über Eiweiß und Fette aufgenommen. Zwar kann es dadurch zu einer meist deutlichen Verringerung des Körpergewichts kommen, doch ist diese Empfehlung mit einem abwechslungs- und genussreichen Essen nur schwer vereinbar. So fallen dabei nicht nur Süßspeisen sondern auch alle herkömmlichen Brote, ein Großteil der italienischen Küche mit Pasta und Pizza, Kartoffelgerichte ebenso wie Reis und vieles anderes völlig weg. Anhänger der Steinzeitdiät auch Paleo-Ernährung werden begeistert sein. Flexitarier, Vegetarier und besonders Veganer jedoch werden damit nichts anfangen können. Die große Gefahr bei der Low Carb Ernährung ist es, dass sie häufig abrupt abgebrochen wird und dann das Körpergewicht regelrecht explodiert.

Diätlüge Abführ- und Entschlackungstee

Gesunde Teemischungen sind aus der Naturheilkunde nicht mehr wegzudenken. Es gibt zahlreiche Wehwehchen aber auch Erkrankungen, wo sie den klassischen Arzneimitteln sogar überlegen sein können. Das gilt gleichermaßen für die Wirkung wie auch die deutlich geringeren Nebenwirkungen. Das Wunderkraut, mit dem das Abnehmen möglich ist, wurde bis heute jedoch nicht gefunden und damit zählen Abnehmtees eindeutig in die Gruppe der Diätlügen.

3. Falsche Tipps und gefährliche Therapien

An allen Ecken finden sich immer wieder neue Sport- und Figurstudios, die mit unterschiedlichsten Behandlungen die Kilos zum Schrumpfen bringen wollen. Doch auch die Pharmaindustrie ist nicht müde, das Thema Abnehmen mit verschiedensten Produkten zu bewerben. Ein kurzer Überblick findet sich hier.

Diätlüge Abnehmen durch Sport

Abnehmen nur mit Sport ist ein großer Irrtum. Zwar verbraucht jedes körperliches Training Kalorien, doch meist viel weniger als uns fürs Abnehmen ausreichen würde. Ohne Kombination mit einer nachhaltigen Ernährungsumstellung bedürfte es täglich mindestens einer halben Marathondistanz, um die Kilos auch wirklich dauerhaft abzubauen. Auf der anderen Seite muss jedoch klar festgestellt werden, dass ohne regelmäßige Bewegung - also  mindestens 3 mal pro Woche - ein einmal erreichtes Wunschgewicht auch nicht gehalten werden kann.

Fett kann nicht wegmassiert werden

Fettgewebe läßt sich weder durch Massagebehandlungen noch durch irgendwelche Geräte egal ob auf Basis von Vakuum, Rollmassagen, Wärmebehandlung, Kälteanwendungen, Lichttherapien oder auch unter Anwendung von elektrischem Strom verringern. Einzig das Bindegewebswasser  kann mit diesen Anwendungen kurzfristig verringert werden. Kurz nach Abschluss der Behandlungszyklen kommt es aber wieder. Gleiches gilt übrigens für Sauna und andere Badekuren.

Lebensgefährliche Diätlügen

Die medikamentöse Behandlung des Übergewichts kann in 3 unterschiedliche Gruppen eingeteilt werden:

  • Arzneimittel, die die Fettaufnahme blockieren. Zum nachhaltigen Abnehmen völlig sinnlos, da wir Fette für die Gesundheit brauchen. Die Nebenwirkungen sind unangenehm, denn es kann zu regelrechten Fettstühlen kommen, deren Abgang oft schwer kontrollierbar ist. Langfristig kann es zu erheblichen Mangelerscheinungen der fettlöslichen Vitamine mit allen Folgen kommen.
  • Klassische Appetitzügler sind zwar bereits deutlich zurückgegangen, dennoch muß davor eindringlich gewarnt werden. Nicht selten hat es bei Einnahme dieser Produkte tödliche Zwischenfälle meist in Form von Herzinfarkten gegeben.
  • Eine immer wieder praktizierte Form der Gewichtsreduktion besteht in der Gabe von Hormonen. Dies meist auch als Cura romana bezeichnete Methode ist wissenschaftlich äußerst umstritten. Die Behandlung greift in das Hormonsystem ein. Ob es langfristig sogar zur Entwicklung von Krebserkrankungen kommen kann wird diskutiert.

Dr. med. Stephan Schimpf

Dr. Stephan Schimpf hat den SALOMED-Test bereits vor 25 Jahren selbst entwickelt und führt ihn auch persönlich durch.

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