Abnehmen vor einer Operation

Abnehmen vor einer Operation ist eine noch immer unterschätzte Methode, um um den Heilungsverlauf zu verkürzen und zu verbessern. Vor allem die Schmerzen vor und nach der Operation können dadurch stark gelindert werden. Der daher von vielen Ärzten ausgesprochene Rat, “Sie müssen ein paar Kilos abnehmen”, ist also sehr sinnvoll und sollte auch eingehalten werden. Dabei könnten Sir durch eine gesunde Gewichtsreduktion weit mehr als mit Medikamenten (beispielsweise Schmerzmittel) erreichen. Allein das Abnehmen von 5 kg kann bereits zu einer deutlichen Beruhigung von Entzündungsprozessen und damit verbunden auch von Schmerzzuständen führen. Besonders bei Problemen des Bewegungsapparates (z.B. Abnutzungen der Hüft- und Kniegelenke) kann durch das Abnehmen einiger Kilos auch eine merkbare Funktionsverbesserung erreicht werden. Dabei ist eine gesunde Ernährungsumstellung mindestens ebenso wichtig sein wie regelmäßige Bewegung.

Abnehmen vor einer Operation mit dem SALOMED-Test

Warum abnehmen ?

An erster Stelle sind die Gelenkserkrankungen zu nennen. Ganz besonders gilt das für Abnutzungen der Hüft- und Kniegelenke aber auch für die verschiedensten Erkrankungen (z.B. Bandscheibenerkrankungen) im Bereich des gesamten Rückens. Geradezu lebensrettend kann sich eine Gewichtsreduktion vor Herz- und Gefäßoperationen auswirken. Die Kombination des Abnehmens mit einer regelmäßigen Bewegungstherapie kann längerfristig oft sogar mehr Gesundheit bringen als die Operation selbst. Ähnliches gilt bei Operationen im Bereich des gesamten Magen-Darm-Traktes (z.B. Gallenblasenoperation), im Bereich des Urogenitalsystems (z.B. Gebärmutteroperationen bei Frauen oder Prostataoperationen bei Männern) und bei vielen anderen operativen Eingriffen, die im Zusammenhang mit einem erhöhten Körpergewicht stehen können.

Obwohl Narkosen heute so sicher wie nie zuvor geworden sind, können sie doch immer noch ein Risiko in sich tragen. Häufig kann dieses im Zusammenhang mit dem Körpergewicht stehen. Narkosen bei übergewichtigen Menschen sind einfach gefährlicher als bei normalgewichtigen Patienten. Verantwortungsvolle Ärzte empfehlen daher immer, schon vor einer Operation auch eine Ernährungsumstellung durchzuführen.

Gesunde Ernährung kann oft mehr als das Messer

Auch wenn es Chirurgen gar nicht gene hören wollen, oft kann mit einer gesunden Ernährung mehr als mit dem Skalpell erreicht werden. Wir müssen uns vom Denken, dass mit einer Operation alles ein für alle Mal behoben werden kann, frei machen. Keine Frage, viele Operationen sind notwendig oder gar lebensrettend. Doch was nutzen sie, wenn das Übel oder besser noch die Wurzel der Erkrankung damit nicht behoben werden kann. Wenn der falsche Lebensstil zur Verengung der Herzkranzgefäße geführt hat, nutzt auch die beste Operation nichts, wenn die Ursache nicht entsprechend bekämpft wird. So manche Gallenblasenoperation könnte ganz vermieden werden, wenn die Ernährung angepasst würde. Von den allzu oft verschwiegenen Nebenwirkungen dieser Operation ganz zu schweigen. Orthopädische Eingriffe mögen zwar spektakulär sein, vor der Operation wird oft viel versprochen, danach folgt jedoch häufig die Ernüchterung. Wurden nicht einige Schultern, Hüften oder Kniegelenke vergebens operiert? Manchmal wäre es vor solchen Eingriffen viel vernünftiger inne zu halten und durch eine gesunde Ernährungsumstellung mit einer entsprechenden Gewichtsreduktion die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen. Das Messer ist nicht nur zum Operieren da, sondern es kann auch ein Hilfsmittel einer gesunden Ernährung sein.